Prospekt der Klais Orgel St. Suitbertus, Remscheid

Konzert am Sonntag, 15. August um 16:30 Uhr | St. Antonius

An der Orgel: Olivier Latry, Paris

Programm

Johann-Sebastian BACH (1685 – 1750)

Ricercare a six
BWV 1079


Johann-Sebastian BACH / Charles-Marie WIDOR (1844 – 1937)
Marche du Veilleur de nuit
(Extrait de « Memento Bach »)


Franz LISZT (1811 - 1886) / Marcel Dupré (1886 – 1971)
Weinen, Klagen, Sorgen, Zagen


Johann-Sebastian BACH / Franz LISZT
Ich hatte viel Bekümmernis


Johann-Sebastian BACH / Eugène GIGOUT (1844 – 1925)
Aria de la Cantate de la Pentecôte


Johann-Sebastian BACH
Prélude et fugue en mi bémol majeur BWV 552



Olivier LATRY (né en 1962)
Improvisation

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Der französische Organist Olivier Latry gilt weltweit als führender Vertreter seines Fachs.
Sein Können stellt er an vielfältigen Orten unter Beweis und ist Gast bei führenden Orchestern unter der Leitung angesehener Dirigenten. Er wirkt an Aufnahmen namhafter Produzenten mit und hat beeindruckend viele Werke uraufgeführt. Latry ist seit seinem 23. Lebensjahr Titularorganist an Notre-Dame in Paris und seit 2012 emeritierter Organist beim National-Orchester von Montreal. Vor allem aber ist Latry ein vollendeter, wohlüberlegt und mutig musizierender Meister, der alle erdenklichen Bereiche der Orgelmusik auslotet und ein außergewöhnliches Talent zum Improvisieren zeigt.

Regelmäßig tritt Olivier Latry in berühmten Konzertsälen wie der Berliner und der Pariser Philharmonie, der Davies Hall in San Francisco, dem Amsterdamer Concertgebouw, der Elbphilharmonie Hamburg, der Verizon Hall in Philadelphia, dem Leipziger Gewandhaus, dem Wiener Musikverein und Konzerthaus, dem Palast der Künste in Budapest, der Royal Festival Hall, dem Kultur- und Kongresszentrum in Luzern, der Royal Albert Hall, der Suntory Hall, dem Mariinsky-Theater in St. Petersburg, Moskaus neuer Zaryadye Hall, im de Doelen in Rotterdam und der Bridgewater Hall Manchester auf. Als Solist brilliert er mit führenden Orchestern wie dem Philadelphia Orchestra, den Los Angeles Philharmonic, dem Boston Symphony Orchestra, den Berliner Philharmonikern, dem NHK Symphonie Orchestra Tokyo, den Münchner Philharmonikern, dem Philharmonia Orchestra, den Wiener Symphonikern, dem Rotterdam Philharmonic, Sydney Symphony, dem Radio-Symphonie-Orchester Wien, den Hong-Kong Philharmonic, dem Toronto Symphony, dem Orchestre Symphonique de Montréal, dem Orchestre National de France unter Dirigenten wie Myung-Whun Chung, Andris Nelsons, Esa-Pekka Salonen, Stéphane Denève, Fabien Gabel, Christoph Eschenbach, Alain Altinoglu, Kent Nagano, Edo de Waart sowie Jukka-Pekka Saraste.
In den Spielzeiten 2017 – 2019 war Latry Assistent bei den Dresdner Philharmonikern.

Aktuelle Höhepunkte seiner Darbietungen sind die Uraufführungen von Dusapins Waves für Orgel und Orchester mit dem Orchestre Symphonique de la Monnaie (Belgien), dem Orchestre Philharmonique de Radio France (Frankreich) und dem Orchestre Symphonique de Montréal (Kanada). Andere Erstaufführungen waren 2014 Maan Varjot von Kaija Saariaho für Orgel und Orchester mit dem Orchestre Symphonique de Montréal, dem Orchestre National de Lyon und dem Philharmonia Orchestra sowie das Concerto von Michael Gandolfi mit dem Boston Symphony Orchestra im Jahr 2015. Auch das Orgelkonzert von Benoît Mernier gelangte unter ihm anlässlich der Einweihung der BOZAR-Orgel in Brüssel 2017 zur Uraufführung. 2019 brachte er die Deutschland-Premiere von Thierry Escaichs Drittem Orgelkonzert mit den Dresdner Philharmonikern unter Stéphane Denève zu Gehör.

Der französischen Orgelmusik sehr stark verbunden, nahm Latry das Orgel-Gesamtwerk von Olivier Messiaen für Deutsche Grammophon auf und spielte die Werke bei Konzerten in Paris, London und New York. 2005 spielte er ein César Franck-Album für das Plattenlabel ein. Nebst mehreren unterschiedlichen Aufnahmen produzierte Latry das Orgelkonzert von Saint-Saens unter Christoph Eschenbach und dem Philadelphia Orchestra für Ondine. 2013 brachte das Label Naive die CD Orgelmusik aus drei Jahrhunderten an Notre-Dame in Paris heraus, wobei auch zeitgenössische Komponisten beleuchtet werden, die an der Kathedrale tätig waren und sind. Für Warner Music nahm er 2016 an der Rieger-Orgel der Pariser Philharmonie Werke auf. Er hatte diese Orgel im selben Jahr auch eingeweiht. 2019 begann er mit dem Label La Dolce Volta zusammen zu arbeiten und nahm an der Orgel von Notre-Dame in Paris ein Album mit dem Titel Bach to the Future auf. Das Projekt konzentriert sich auf Bachs Transkriptionen und Originalwerke, die zum Spiel an diesem außergewöhnlichen Instrument bearbeitet wurden.
Mit demselben Label nahm er ein Album mit Schwerpunkt Liszt an der Orgel der Philharmonie de Paris auf. Es trägt den Namen « Liszt: Inspirations » und erschien im Mai 2021.

Latry studierte bei Gaston Litaize und lehrt heute am Conservatoire National Supérieur de Paris.
Er ist Träger einer Vielzahl internationaler Auszeichnungen und Preise wie z.B. dem „Prix de la Fondation Cino et Simone Del Duca“ (Institut de France-Académie der Schönen Künste) im Jahr 2000. 2006 erhielt er Ehrenstipendien der North and Midlands School of Music sowie des Royal College of Organists in Großbritannien im Jahr 2007. 2009 ernannte ihn die American Guild of Organists zum Musiker des Jahres. Die McGill-Universität Montreal schließlich verlieh ihm 2000 die Ehrendoktorwürde für Musik.
Seit 2019 und noch bis 2022 ist er Assistent von William T. Kemper an der Universität von Kansas in Lawrence.